Rechnen, Formeln und Gleichungen lösen bei vielen Schülern Schweißausbrüche aus. Das Angstfach Nummer eins in deutschen Klassenzimmern ist eindeutig die Mathematik. Wer bei Google nach „Angstfach“ sucht, findet als erste Ergänzungen „Mathematik“ und „Mathe“.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bereits 2009 zeigte eine Forsa-Umfrage erschreckende Ergebnisse: Jeder dritte Fünftklässler gab an, Angst vor diesem Fach zu haben. Diese Mathematikangst beginnt oft schon in der Grundschule und begleitet viele Lernende durch ihre gesamte Schullaufbahn.
Doch eine Mathe-Blockade ist kein unabwendbares Schicksal. Mit den richtigen Strategien und Methoden lassen sich diese Ängste erfolgreich überwinden. Eltern, Lehrer und Schüler können gemeinsam daran arbeiten, aus dem gefürchteten Problemfach wieder ein normales Lerngebiet zu machen.
Die folgenden Ansätze zeigen konkrete Wege auf, wie sich die Angst vor Zahlen und Formeln Schritt für Schritt abbauen lässt.
Was ist Mathematikangst und wie entsteht sie?
Mathematikangst zeigt sich als spezifische Form der Lernangst mit charakteristischen Symptomen. Diese negative Reaktion tritt in Situationen auf, die sich mit Zahlen und mathematischen Berechnungen befassen. Im Gegensatz zu allgemeiner Schulangst konzentriert sich diese Angstform ausschließlich auf mathematische Inhalte und Prüfungssituationen.
Anzeichen und körperliche Reaktionen
Die Symptome der Mathematikangst äußern sich sowohl körperlich als auch emotional. Körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit treten besonders vor und während Klassenarbeiten auf. Viele Betroffene erleben Blackouts in Prüfungssituationen, obwohl sie den Stoff eigentlich beherrschen.
Emotionale Anzeichen umfassen Vermeidungsverhalten, Panikattacken und ein Gefühl der Hilflosigkeit. Schüler entwickeln oft negative Gedankenmuster wie „Ich bin schlecht in Mathe“ oder „Das schaffe ich nie“. Diese Prüfungsangst verstärkt sich durch wiederholte negative Erfahrungen.
Symptombereich | Körperliche Anzeichen | Emotionale Reaktionen | Verhaltensweisen |
---|---|---|---|
Vor der Mathestunde | Schweißausbrüche, Herzrasen | Nervosität, Angespanntheit | Ausreden suchen, Krankheit vortäuschen |
Während der Aufgaben | Zittern, Übelkeit | Panik, Verzweiflung | Aufgaben unbearbeitet lassen |
Bei Klassenarbeiten | Blackouts, Kopfschmerzen | Versagensängste, Selbstzweifel | Vorzeitiges Aufgeben |
Nach schlechten Noten | Erschöpfung, Schlafprobleme | Frustration, Wut | Mathematik komplett meiden |
Entstehung und Risikofaktoren
Die Entwicklung von Mathe-Blockaden hat verschiedene Ursachen. Frühe negative Erfahrungen in der Grundschule spielen eine entscheidende Rolle. Wenn Kinder wiederholt Misserfolge erleben, entwickeln sie Lernschwierigkeiten und verlieren das Vertrauen in ihre Fähigkeiten.
Dyskalkulie, eine angeborene Rechenschwäche, kann die Entstehung von Mathematikangst begünstigen. Betroffene haben Schwierigkeiten beim Verstehen von Zahlenkonzepten und mathematischen Zusammenhängen. Ohne angemessene Unterstützung führt dies zu Frustration und Angst.
Auch äußere Faktoren wie Leistungsdruck, ungeeignete Unterrichtsmethoden oder negative Kommentare von Lehrern und Eltern verstärken die Problematik. Die Angst wird durch gesellschaftliche Vorurteile wie „Mathe ist schwer“ zusätzlich genährt.
Die psychologischen Hintergründe von Mathematikangst
Mathematikangst entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern wird durch tiefliegende Glaubenssätze und mentale Blockaden genährt. Diese psychologischen Mechanismen wirken oft unbewusst und beeinflussen das Lernverhalten nachhaltig. Viele Betroffene entwickeln über Jahre hinweg destruktive Denkmuster, die ihre Fähigkeiten systematisch untergraben.
Die Entwicklung effektiver Lernstrategien wird durch diese mentalen Barrieren erheblich erschwert. Schüler, die unter Mathematikangst leiden, können ihre tatsächlichen Potenziale nicht ausschöpfen. Stattdessen verstärken sich negative Gedankenspiralen und führen zu einer dauerhaften Blockade.
Negative Glaubenssätze und ihre Auswirkungen
Viele Schüler sehen gute Leistungen in Mathematik als Sache der persönlichen Veranlagung an. „Mathe kann man oder man kann es eben nicht“ – dieser weit verbreitete Glaube wirkt wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Solche Überzeugungen untergraben das Selbstvertrauen und verhindern konstruktive Lernansätze.
Besonders problematisch sind Aussagen wie „Ich bin einfach schlecht in Mathe“ oder „Mathematik ist nur etwas für Genies“. Diese Glaubenssätze führen dazu, dass Schüler Herausforderungen meiden und ihre Komfortzone nicht verlassen. Die Folge ist eine Stagnation der mathematischen Fähigkeiten.
Der Teufelskreis aus Angst und Vermeidung
Wer Mathematik meidet, verpasst wichtige Lerngelegenheiten und kann nur schwer wieder einsteigen. Dieser Teufelskreis beginnt mit der ersten negativen Erfahrung und verstärkt sich kontinuierlich. Angst führt zu Vermeidung, Vermeidung zu schlechteren Leistungen, und schlechte Leistungen verstärken wiederum die ursprüngliche Angst.
Die Angstbewältigung wird dadurch erschwert, dass Betroffene aktiv Situationen meiden, in denen sie ihre Ängste überwinden könnten. Dieser Kreislauf führt zu Demotivation und einer grundsätzlichen Abneigung gegenüber mathematischen Inhalten. Ohne gezielte Intervention verstärkt sich diese Dynamik über Jahre hinweg.
Früherkennung: Warnzeichen bei Kindern und Jugendlichen
Mathematikangst zeigt sich oft durch deutliche Warnzeichen, die bereits in der Grundschule auftreten können. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht es Eltern und Lehrkräften, rechtzeitig zu handeln und die Entwicklung schwerwiegender Blockaden zu verhindern. Die Symptome sind vielfältig und betreffen sowohl körperliche als auch emotionale Bereiche. In solchen Fällen kann gezielte Mathe Nachhilfe dabei helfen, das Selbstvertrauen zu stärken und Lernlücken gezielt zu schließen.
„Die frühe Intervention bei Mathematikangst kann den Unterschied zwischen lebenslanger Vermeidung und erfolgreichem Lernen ausmachen.“
Körperliche und emotionale Anzeichen
Körperliche Symptome treten häufig vor oder während Mathematikstunden auf. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit sind typische Reaktionen auf die Angst vor dem Fach. Diese Beschwerden verschwinden oft nach der Stunde wieder.
Emotionale Anzeichen zeigen sich durch plötzliche Stimmungsschwankungen oder Tränen beim Anblick von Mathematikaufgaben. Kinder wirken angespannt und nervös, wenn mathematische Fähigkeiten gefordert sind. Entspannungstechniken können in solchen Momenten hilfreich sein.
Verhaltensänderungen im Schulalltag
Auffällige Verhaltensweisen im Schulkontext sind deutliche Warnsignale. Häufiges Fehlen bei Klassenarbeiten oder Mathematikstunden deutet auf Vermeidungsverhalten hin. Hausaufgaben werden nicht erledigt oder abgeschrieben, während sie in anderen Fächern ordentlich bearbeitet werden.
Weitere Anzeichen sind Prokrastination bei mathematischen Aufgaben und emotionale Ausbrüche beim Lernen. Wenn Nachhilfe kategorisch abgelehnt wird oder Panik auslöst, sollten Eltern professionelle Unterstützung in Erwägung ziehen. Eine rechtzeitige Intervention kann langfristige Lernprobleme verhindern.
Grundlegende Strategien zur Angstbewältigung
Wenn die nächste Mathestunde Panik auslöst, helfen bewährte Entspannungsmethoden. Je mehr Angst die nächste Mathematikstunde auslöst, umso schlechter sind wir dazu in der Lage, gute Leistungen zu erbringen. Der durch die Situation ausgelöste Stress blockiert das Gehirn und das Lösen der Aufgaben wird praktisch unmöglich.
Erfolgreiche Angstbewältigung beginnt mit einfachen, aber wirkungsvollen Techniken. Diese Strategien können sofort angewendet werden und schaffen eine stabile Grundlage für entspannteres Lernen.
Entspannungstechniken vor Mathematikstunden
Progressive Muskelentspannung hilft dabei, körperliche Anspannung zu lösen. Beginnen Sie fünf Minuten vor der Mathestunde mit dieser Technik. Spannen Sie bewusst verschiedene Muskelgruppen für fünf Sekunden an und entspannen Sie sie dann vollständig.
Eine ruhige Lernumgebung unterstützt den Entspannungsprozess zusätzlich. Sorgen Sie für ausreichend Licht, eine angenehme Temperatur und minimieren Sie störende Geräusche.
Positive Selbstgespräche und Affirmationen
Negative Gedankenmuster verstärken die Mathematikangst unnötig. Ersetzen Sie Sätze wie „Ich kann das nicht“ durch konstruktive Alternativen. Wiederholen Sie regelmäßig positive Affirmationen wie „Ich lerne Schritt für Schritt“ oder „Jeder Fehler bringt mich weiter“.
Erfolg ist nicht endgültig, Misserfolg ist nicht fatal: Es ist der Mut weiterzumachen, der zählt.
Diese mentale Umstrukturierung stärkt das Selbstvertrauen nachhaltig. Schreiben Sie sich drei positive Aussagen auf und lesen Sie diese vor jeder Mathematikstunde.
Atemübungen und Stressreduktion
Kontrollierte Atmung reduziert Stress sofort und effektiv. Die 4-7-8-Technik funktioniert besonders gut: Atmen Sie vier Sekunden ein, halten Sie sieben Sekunden an und atmen Sie acht Sekunden aus.
Wiederholen Sie diese Übung dreimal hintereinander. Ihr Nervensystem beruhigt sich dadurch merklich und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Diese Technik lässt sich diskret auch während der Mathematikstunde anwenden.
Regelmäßige Übung verstärkt die Wirksamkeit aller Techniken. Integrieren Sie diese Strategien in Ihren täglichen Lernalltag, um langfristig entspannter mit mathematischen Herausforderungen umzugehen.
Effektive Lernmethoden für das Angstfach Mathematik
Effektive Lernstrategien verwandeln das Angstfach Mathematik in ein bewältigbares Unterrichtsfach. Der richtige Ansatz macht den Unterschied zwischen Frustration und Erfolg aus. Moderne Lernmethoden berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse von Schülern mit Mathematikangst.
Schritt-für-Schritt-Ansatz bei komplexen Aufgaben
Komplexe mathematische Probleme wirken oft überwältigend. Die Lösung liegt in der systematischen Zerlegung in kleinere Teilschritte. Jeder Schritt wird einzeln bearbeitet und verstanden, bevor der nächste folgt.
Diese Methode reduziert Stress erheblich. Schüler erleben schneller Erfolgserlebnisse und bauen Vertrauen in ihre mathematischen Fähigkeiten auf. Besonders bei Textaufgaben hilft das schrittweise Vorgehen beim Verstehen der Problemstellung.
Visualisierung und praktische Anwendungen
Visualisierungen mithilfe spezieller Lehrmittel oder digitaler Apps fördern das Verständnis der abstrakten Inhalte. Programme wie GeoGebra machen geometrische Zusammenhänge sichtbar und begreifbar. Grafische Darstellungen helfen beim Verstehen von Funktionen und Gleichungen.
Praktische Anwendungen verbinden Mathematik mit dem Alltag. Prozentrechnung beim Einkaufen oder Geometrie beim Handwerk zeigen die Relevanz des Gelernten. Diese Verbindungen motivieren und reduzieren die Angst vor dem Fach.
Regelmäßige Wiederholung und Festigung
Mathewissen baut aufeinander auf – wer eine Zeit lang nicht richtig bei der Sache ist, hat große Schwierigkeiten wieder einzusteigen. Regelmäßige Wiederholung verhindert das Vergessen wichtiger Grundlagen. Kurze, tägliche Übungseinheiten sind effektiver als lange, seltene Lernsessions.
Die Spaced-Repetition-Methode optimiert den Lernprozess. Inhalte werden in wachsenden Abständen wiederholt. Diese Technik stärkt das Langzeitgedächtnis und macht Nachhilfe oft überflüssig.
Erfolgreiche Lernstrategien kombinieren alle drei Ansätze miteinander. Sie schaffen eine solide Basis für mathematische Fähigkeiten und reduzieren die Angst vor dem Fach nachhaltig.
Die Rolle der Lernumgebung und des sozialen Umfelds
Optimale Lernbedingungen entstehen durch das Zusammenspiel von räumlichen Gegebenheiten und sozialer Unterstützung. Eine durchdachte Lernumgebung kann entscheidend zur erfolgreichen Angstbewältigung beitragen. Dabei spielen sowohl physische als auch emotionale Faktoren eine wichtige Rolle.
Das soziale Umfeld beeinflusst maßgeblich, wie Schüler Mathematik wahrnehmen und erleben. Leider übertragen Eltern, die selbst unter Mathematikangst leiden, diese oft unbewusst auf ihre Kinder beim Helfen mit Hausaufgaben.
Optimale Lernbedingungen schaffen
Eine effektive Lernumgebung beginnt mit der richtigen Raumgestaltung. Gute Beleuchtung, ein aufgeräumter Arbeitsplatz und eine ruhige Atmosphäre bilden die Grundlage für konzentriertes Lernen.
Entspannungstechniken lassen sich direkt in den Lernplatz integrieren. Beruhigende Farben, Pflanzen oder leise Hintergrundmusik können Stress reduzieren. Wichtig ist auch, Ablenkungen wie Smartphones oder laute Geräusche zu minimieren.
Unterstützung durch Familie und Freunde
Familiäre Unterstützung ist ein Schlüsselfaktor für erfolgreiche Angstbewältigung. Eltern sollten Geduld zeigen und positive Verstärkung geben, anstatt Druck aufzubauen.
Lerngruppen mit Mitschülern können ebenfalls hilfreich sein. Der Austausch mit Gleichaltrigen reduziert oft die Angst vor Fehlern. Entspannungstechniken können gemeinsam erlernt und praktiziert werden.
Umgebungsfaktor | Positive Auswirkung | Negative Auswirkung | Empfehlung |
---|---|---|---|
Beleuchtung | Verbesserte Konzentration | Müdigkeit bei schlechtem Licht | Tageslicht oder helle Lampe |
Lärmpegel | Bessere Fokussierung | Ablenkung und Stress | Ruhiger, separater Raum |
Familiäre Haltung | Motivation und Selbstvertrauen | Übertragung von Ängsten | Positive, geduldige Unterstützung |
Arbeitsplatz | Strukturiertes Denken | Chaos führt zu Verwirrung | Aufgeräumter, fester Platz |
Professionelle Hilfe und Nachhilfe richtig nutzen
Die richtige professionelle Begleitung macht den Unterschied zwischen Frustration und Erfolg in der Mathematik. Wenn eigene Bemühungen und familiäre Unterstützung nicht ausreichen, bietet qualifizierte Nachhilfe oft den entscheidenden Durchbruch. Eine Studie der Stanford University aus dem Jahr 2015 bestätigte durch Gehirnscans, dass individuell abgestimmter Einzelunterricht nicht nur die Leistungen verbessert, sondern auch Mathematikangst messbar reduziert.
Wann ist professionelle Unterstützung notwendig?
Professionelle Hilfe wird empfehlenswert, wenn Lernschwierigkeiten über mehrere Monate bestehen bleiben. Anhaltend schlechte Noten trotz regelmäßigen Lernens sind ein deutliches Warnsignal. Körperliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit vor Mathematikstunden zeigen, dass die Angst bereits tief verwurzelt ist.
Auch wenn Kinder den Schulbesuch verweigern oder extreme Vermeidungsstrategien entwickeln, sollten Eltern nicht zögern. Professionelle Unterstützung hilft dabei, den Teufelskreis aus Angst und Versagen zu durchbrechen.
Auswahl des richtigen Nachhilfelehrers
Ein guter Nachhilfelehrer kombiniert fachliche Kompetenz mit pädagogischem Geschick. Erfahrung im Umgang mit Mathematikangst ist dabei besonders wertvoll. Der Lehrer sollte individuelle Lernstrategien entwickeln können und Geduld für langsame Fortschritte mitbringen.
Wichtig ist auch die Chemie zwischen Schüler und Lehrer. Eine Probestunde hilft dabei, die Eignung zu beurteilen. Qualifizierte Nachhilfekräfte erkennen schnell, welche Lernstrategien am besten funktionieren.
Online-Lernplattformen und digitale Hilfsmittel
Moderne Online-Plattformen bieten interaktive Übungen und sofortiges Feedback. Sie ergänzen traditionelle Nachhilfe perfekt und ermöglichen flexibles Lernen. Viele Plattformen passen sich automatisch an das Lerntempo an.
Apps mit Gamification-Elementen können die Motivation steigern und Ängste abbauen. Wichtig ist jedoch, dass digitale Hilfsmittel die persönliche Betreuung nicht vollständig ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.
Langfristige Strategien für nachhaltigen Erfolg
Langfristige Erfolge in der Mathematik basieren auf gezielten Strategien, die schrittweise das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen. Der Schlüssel liegt darin, realistische Ziele zu setzen und diese systematisch zu verfolgen. Nur durch kontinuierliche Fortschritte kann eine dauerhafte Angstbewältigung erreicht werden.
Erfolgreiche Schüler entwickeln ihre mathematischen Fähigkeiten nicht über Nacht. Sie nutzen bewährte Methoden, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Diese Ansätze helfen dabei, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und neue Lerngewohnheiten zu etablieren.
Aufbau von Selbstvertrauen durch kleine Erfolge
Das Selbstvertrauen wächst durch regelmäßige Erfolgserlebnisse, die sorgfältig geplant werden müssen. Beginnen Sie mit einfachen Aufgaben, die definitiv lösbar sind. Jeder kleine Sieg stärkt das Vertrauen in die eigenen mathematischen Fähigkeiten.
Setzen Sie sich wöchentliche Ziele, die herausfordernd aber erreichbar sind. Dokumentieren Sie jeden Fortschritt in einem Lerntagebuch. Diese Methode macht Erfolge sichtbar und motiviert für weitere Anstrengungen.
Belohnen Sie sich für erreichte Meilensteine. Das kann ein kleines Geschenk oder eine angenehme Aktivität sein. Positive Verstärkung beschleunigt den Lernprozess und macht Mathematik zu einem positiveren Erlebnis.
Entwicklung einer positiven Einstellung zur Mathematik
Eine positive Einstellung zur Mathematik entwickelt sich durch bewusste Gedankenarbeit. Ersetzen Sie negative Aussagen wie „Ich kann das nicht“ durch konstruktive Alternativen wie „Ich lerne das Schritt für Schritt“. Diese Umstellung erfordert Geduld und Übung.
Suchen Sie praktische Anwendungen für mathematische Konzepte im Alltag. Kochen, Einkaufen oder Heimwerken bieten zahlreiche Möglichkeiten, Mathematik als nützliches Werkzeug zu erleben. Diese Erfahrungen verändern die Wahrnehmung des Fachs grundlegend.
Entwicklungsphase | Zeitrahmen | Ziele | Methoden |
---|---|---|---|
Stabilisierung | 1-2 Monate | Angst reduzieren | Entspannungstechniken, einfache Aufgaben |
Aufbau | 3-6 Monate | Selbstvertrauen stärken | Regelmäßige Erfolge, positive Verstärkung |
Festigung | 6-12 Monate | Dauerhafte Verbesserung | Komplexere Aufgaben, Selbstständigkeit |
Meisterschaft | 12+ Monate | Mathematik als Stärke | Kreative Problemlösung, Anderen helfen |
Umgeben Sie sich mit Menschen, die eine positive Einstellung zur Mathematik haben. Deren Begeisterung wirkt ansteckend und unterstützt Ihre eigene Entwicklung. Tauschen Sie sich regelmäßig über Fortschritte und Herausforderungen aus.
Praktische Übungen und Techniken für den Alltag
Konkrete Übungen und strukturierte Routinen helfen dabei, Mathematikangst nachhaltig zu reduzieren. Diese praktischen Techniken lassen sich problemlos in den Schulalltag integrieren. Sie bieten sofortige Hilfe in stressigen Situationen.
Die Wirksamkeit dieser Methoden hängt von der regelmäßigen Anwendung ab. Schüler entwickeln durch kontinuierliche Übung mehr Selbstvertrauen. Gleichzeitig wird die Angst vor mathematischen Aufgaben schrittweise abgebaut.
Tägliche Routine zur Angstbewältigung
Eine feste Tagesroutine schafft Sicherheit und Struktur. Morgens helfen fünf Minuten Atemübungen dabei, entspannt in den Tag zu starten. Diese Entspannungstechniken bereiten optimal auf Mathematikstunden vor.
Vor jeder Mathestunde sollten Schüler kurze Entspannungsmomente einbauen. Positive Selbstgespräche stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Eine ruhige Lernumgebung unterstützt die Konzentration zusätzlich.
Abends bietet sich eine kurze Reflexion des Gelernten an. Diese Routine festigt das Wissen und reduziert Prüfungsangst. Regelmäßige Pausen zwischen den Lerneinheiten verhindern Überforderung.
Konkrete Übungsbeispiele und Anwendungen
Lernvideos sind inzwischen für viele Schüler fester Teil der Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Für Schüler mit Angst vor Mathematik haben sie den Vorteil, dass sie sich das Wissen zuhause in Ruhe und in ihrem Lerntempo ansehen können.
Bewährte Lernstrategien umfassen verschiedene praktische Ansätze:
- 4-7-8 Atemtechnik vor schwierigen Aufgaben
- Visualisierung erfolgreicher Problemlösungen
- Kurze Meditation zwischen Lerneinheiten
- Progressive Muskelentspannung bei Anspannung
Diese Techniken lassen sich überall anwenden. In der Schule helfen sie vor Klassenarbeiten oder mündlichen Prüfungen. Zuhause schaffen sie eine entspannte Lernumgebung für die Hausaufgaben.
Die Kombination verschiedener Lernstrategien zeigt die besten Ergebnisse. Schüler finden durch Ausprobieren heraus, welche Methoden am besten funktionieren. Wichtig ist die konsequente Anwendung über mehrere Wochen.
Fazit
Das Angstfach Mathematik muss nicht für immer ein Hindernis bleiben. Die vorgestellten Strategien zeigen deutlich, dass sich Mathematikangst mit den richtigen Methoden überwinden lässt. Jeder Mensch kann mathematische Fähigkeiten entwickeln – manche benötigen nur etwas mehr Zeit und Unterstützung.
Der Schlüssel liegt in der Kombination verschiedener Ansätze. Entspannungstechniken helfen dabei, die akute Angst zu reduzieren. Strukturierte Lernmethoden bauen Schritt für Schritt Verständnis auf. Eine positive Lernumgebung schafft die nötige Sicherheit für den Lernprozess.
Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass eine Mathe-Blockade kein Zeichen mangelnder Intelligenz darstellt. Viele erfolgreiche Menschen haben ähnliche Herausforderungen gemeistert. Mit Hilfe, Übung und Durchhaltevermögen kann jeder solide Leistungen erreichen.
Der erste Schritt besteht darin, die eigene Mathematikangst anzuerkennen und aktiv anzugehen. Professionelle Unterstützung durch Nachhilfelehrer oder Therapeuten kann den Weg erheblich verkürzen. Kleine Erfolge bauen das Selbstvertrauen auf und durchbrechen den Teufelskreis aus Angst und Vermeidung.
Mathematik ist erlernbar – dieser Grundsatz sollte jeden Betroffenen ermutigen, den Kampf gegen die Angst aufzunehmen und nicht aufzugeben.